Jugendfeuerwehr Kalletal

24 Stunden Feuerwehr Alltag der Jugendfeuerwehr Kalletal

Details

24 Stunden Feuerwehr Alltag

Gemeinsame Übung der Jugendfeuerwehr Kalletal und des Jugendrotkreuz Vlotho
Am ersten August Wochenende trafen sich 39 Jugendliche der Kalletaler Jugendfeuerwehrgruppen und des Jugendrotkreuz (JRK) Vlotho zu einer 24 Stunden Übung.



An so einer, manchmal auch Berufsfeuerwehrtag genannten, Übung wird den Jugendlichen durch realitätsnahe Übungen der Einsatzalltag der beruflichen Kameraden näher gebracht und die an den Dienstabenden der Jugendgruppen ausgebildeten Inhalte vertieft.

Da sich im Vorfeld die Möglichkeit ergab die Jugendrotkreuz Einheit aus Vlotho an der Übung zu beteiligen wurden in die Einsätze auch Rettungsdienstliche Inhalte mit eingeplant.
Die dazu erforderliche realistische Unfalldarstellung (RUD)wurde ebenfalls durch das DRK Vlotho durchgeführt.

Am Samstagmorgen trafen sich die Gruppen um 7.30 Uhr am Sportplatz in Bentorf, welcher für die nächsten 24 Stunden als „Feuerwache“ dienen sollte. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Gemeindejugendfeuerwehrwart Sebastian Thielsch und die beiden Wehrführer Udo Knaup und Michael Pohlmann, wurden die Kinder auf zwei Züge, jeweils bestehend aus einem Mannschaftstransportfahrzeug, zwei Löschgruppenfahrzeugen und einem Krankentransportwagen, eingeteilt. Die Löschgruppenfahrzeuge (LF) und die Mannschaftstransportfahrzeuge (MTF) wurden aus dem Kalletal gestellt. Die Krankentransportwagen ( KTW ), die für die Übungen wie ein Rettungswagen behandelt wurden, kamen vom DRK Vlotho. Dabei wurden die Mitglieder der verschiedenen Jugendfeuerwehren durcheinander gewürfelt, damit die Jugendlichen sich auch untereinander besser kennenlernen.

Nachdem die Gruppen eingeteilt waren, und die Zelte bezogen wurden, wurden die Jugendlichen auf die Fahrzeuge, die sie während der Übung besetzen sollten, durch die Maschinisten und Gruppenführer eingewiesen. Anschließend wurde sich bei einem gemeinsamen Frühstück gestärkt und die ersten Einsätze ließen auch nicht lange auf sich warten.
Während der erste Zug zu einer Ölspur im Industriegebiet Echternhagen alarmiert wurde, bei dem es auch den sehr aufgeregten Verursacher zu betreuen galt,  hatte der zweite Zug einen Brand zu bekämpfen. In der Bavenhauser Grillhütte war es zu einer Verpuffung gekommen, dabei erlitten 3 Personen Brandverletzungen, eine davon musste aus der mit künstlichem Nebel verrauchten Grillhütte unter Atemschutz gerettet werden. Anschließend wurde der Brand mit zwei C-Rohren bekämpft, und, die sehr realistisch geschminkten Brandwunden der Verletzten fachmännisch versorgt. Nach Abschluss der Einsätze wurden diese getauscht, so dass der zweite Zug zu der Ölspur ausrückte und der erste Zug das Szenario an der Grillhütte abarbeitete.

Nach den zwei Einsätzen war es auch schon Zeit für die Mittagspause. Eigentlich. Denn gerade als sich die Kids für die heiß ersehnten Hot Dogs anstellten gab es schon wieder eine Alarmierung. Zur Freude der Jugendfeuerwehrleute wurde diesmal aber nur der Rettungsdienst des 2. Zuges zu einem „Internistischen Notfall“ ins Feuerwehrgerätehaus Langenholzhausen alarmiert. Die Schadenfreude währte nur kurz, denn im Ortsteil Hohenhausen sollte die Brandmeldeanlage eines Seniorenheims ausgelöst haben. Somit war die Mittagspause für den 1. Zug ebenfalls vorerst beendet. Vor Ort wartete bereits der stellvertretende Wehrführer Michael Pohlmann auf die Einsatzkräfte. Er erklärte ihnen dann in einer kurzen Führung wofür eine Brandmeldeanlage da ist und wie sie Funktioniert.

Aber auch der 2. Zug musste seine Mittagspause unterbrechen. Sich gerade noch darüber amüsierend, dass der erste Zug seine Pause abbrechen musste, wurden sie zu einer Tragehilfe für den Rettungsdienst alarmiert. Im Feuerwehrgerätehaus Langenholzhausen hatte das JRK, das zuvor alleine zu diesem Einsatz alarmiert wurde, festgestellt das der Patient einen Herzinfarkt erlitten hatte aber mit der zur Verfügung stehenden „Manpower“ nicht durch das enge Treppenhaus aus dem 1. Obergeschoss in den „RTW“ transportiert werden konnte und sich entschlossen die Feuerwehr zur Tragehilfe anzufordern. Der Einsatz erwies sich dann aber als schwieriger wie erwartet. Der Patient musste mit dem Rettungstuch über die Treppe transportiert werden, dabei verschlechterte sich der Zustand des Patienten plötzlich so drastisch, das, der mit dem Löschzuge eingetroffene „Notarzt“ ( eine aktive Kameradin des DRK Vlotho ) entschied den Transport abzubrechen und den Patienten wieder ins 1. Obergeschos zu bringen, um ihn dort zu stabilisieren. Zum Glück war man erst auf den ersten Metern nach unten. Das JRK konnte bei der Assistenz des NA wieder zeigen was es kann. Nachdem der Patient stabilisiert war konnte der Transport in den RTW durchgeführt werden.
Zur realistischen Erstversorgung durch das JRK wurde ein Helfer der FW durch die RUD geschminkt und in das „richtige Verhalten eines Herzinfarktpatienten“ eingewiesen. Um einen schwergewichtigen Patienten zu simulieren wurde der „echte Patient“ für den Transport mit dem Rettungstuch gegen eine Übungspuppe der aktiven Wehr ausgetauscht.
Im Anschluss daran konnten dann auch endlich die heiß ersehnten Hot Dogs verzehrt werden.

Natürlich gehört zur Arbeit einer Feuerwehr auch die Aus- und Fortbildung und so ging es dann nach der Mittagspause mit einer zweistündigen Ausbildungseinheit weiter.
Ein Ausbilderteam des DRK Vlotho erklärte den jugendlichen was ein Spineboard ist und wie ein Stiff Neck angelegt wird und was bei einer Patientenschonenden Rettung zu beachten ist. In einem weiteren Ausbildungsabschnitt wurde der Rüstwagen (RW) 2 des Löschzuges Hohenhausen vorgestellt sowie die Arbeit mit einem Hebekissen geübt.
Dies sollte sich für den nächsten Einsatz bezahlt machen. Um kurz nach 16.00 Uhr wurden beide Züge nämlich zu einem Verkehrsunfall in Lüdenhausen alarmiert. Hier war ein PKW mit zwei Insassen mit einem Motorroller kollidiert. Nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle erkundeten die Gruppenführer die Lage. Die Sozia des Rollers wurde unter dem PKW eingeklemmt. Der Fahrer des Rollers wurde schwer Verletzt und die beiden PKW Insassen erlitten einen schweren Schock. Die vier Patienten wurden durch das JRK gesichtet und kategorisiert. Danach wurden sofort die ersten Maßnahmen eingeleitet. Für die Feuerwehr galt es die Einsatzstelle abzusichern, den Brandschutz sicherzustellen, auslaufende Betriebsstoffe aufzufangen, die technische Rettung der eingeklemmten Person vorzubereiten und den Rettungsdienst bei der Versorgung der leichtverletzten zu unterstützen.
Die, unter dem PKW, eingeklemmte Patientin wurde, soweit möglich, in der vorgefundenen Lage versorgt und dann unter Absprache mit der FW mit dem Hebekissen befreit. Im Anschluss daran auf ein Spineboard gelagert und zur Weiterversorgung zum RTW transportiert. Der Rollerfahrer war unter dem Roller eingeklemmt, konnte aber durch die FW schnell befreit und dann durch das JRK versorgt werden.
Bei der Rückkehr zum Zeltplatz wartete auch schon das Abendessen. Nach einer Stärkung mit Bratwürstchen und Salaten hatten die Kids erstmals etwas Zeit sich zu erholen, denn der nächste Alarm kam erst gegen 20.30 Uhr. „Feuer 2: unklare Rauchentwicklung aus einer Garage in Bentorf“ lautete das Alarmstichwort für beide Züge. Doch als die die Fahrzeuge gerade Abfahrbereit waren kam die Meldung das es sich um eine Fehlalarm handelt und die Züge nicht mehr auszurücken brauchten.

Noch ein wenig enttäuscht das es sich beim letzten Einsatz um einen Fehlalarm gehandelt hat, ließ der nächste Einsatz nicht lange auf sich warten. Um 21.00 Uhr wurden beide Züge in den Ortsteil Erder alarmiert. Bei einsetzender Dunkelheit wurden zwei verletzte Personen nach einem Unfall auf einer größeren Wiese in der Nähe der Weser vermisst. Mit zwei Suchketten wurde die Wiese dann von zwei Seiten durchsucht. Nachdem die Personen gefunden und erstversorgt waren, mussten sie durch das unwegsame Gelände zu den Rettungswagen getragen werden. Hierzu musste das Gelände auch ausgeleuchtet werden.
Nach der Rückkehr fielen dann auch schon die ersten Kids müde ins Bett und bald herrschte auch schon Nachtruhe. Die jedoch nur bis kurz vor 6.00 Uhr dauern sollte. Die beiden Züge wurden nämlich zu einem Waldbrand zwischen Kalldorf und Hellinghausen alarmiert. Während der erste Zug direkt mit der Brandbekämpfung an der Einsatzstelle begann, musste der zweite Zug eine Wasserversorgung von der Kalle bis zur Einsatzstelle aufbauen. Hierzu mussten ca. 400m B-Schläuche verlegt werden. Anschließend unterstützte der 2. Zug bei der Brandbekämpfung an der Einsatzstelle. Nachdem der Brand bekämpft war gab es dann Frühstück direkt an der Einsatzstelle im Wald.


Nach diesem letzten Einsatz der 24 Stunden Übung wurde der Zeltplatz in Bentorf abgebaut und anschließend die Einsatzfahrzeuge an der Feuerwache in Hohenhausen gereinigt, betankt und mit neuen Schläuchen bestückt. Nachdem noch ein Gruppenfoto mit allen vor ihren Einsatzfahrzeugen gemacht wurde, verabschiedete der stellvertretende Gemeindejugendfeuerwehrwart Jeremias Fröhle die Teilnehmer in ihre wohlverdienten Restferien. Allen Kids hat dieses spannende und Interessante Wochenende viel Spaß gemacht und sie können es kaum abwarten wieder an so einer Übung teilnehmen zu dürfen.
Die Jugendfeuerwehrwehr Kalletal bedankt sich bei allen weiteren aktiven Helfern der Freiwilligen Feuerwehr Kalletal und beim Jugendrotkreuz Vlotho für die tolle Unterstützung bei der Vorbereitung und den Übungen.

Sebastian Thielsch
Gemeindejugendfeuerwehrwart
Gemeinde Kalletal

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