Jugendfeuerwehr Kalletal

Chemieunterricht mal anders

Details

Chemieunterricht mal anders

 

Wie löscht man eine brennende Person? Wie verhält man sich richtig, wenn ein Kochtopf mit Öl anfängt zu brennen? Und wie funktioniert ein Feuerlöscher in der Praxis? Dies sind einige Fragen, die an zwei gemeinsamen Dienstabenden der Jugendfeuerwehren Stemmen-Varenholz und Langenholzhausen geklärt wurden.

Doch zu aller erst stand ein wenig Theorie auf dem Plan. Michael Pohlmann, stellvertretender Gemeindebrandinspektor, erklärte unter anderem den chemisch-physikalischen Hintergrund bei einem Feuer. In kleinen aber eindrucksvollen Experimenten wurde verdeutlicht, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit es brennt. Ein brennbarer Stoff sowie Sauerstoff müssen im richtigen Mischungsverhältnis vorliegen, um durch eine Zündquelle entzündet werden zu können.

Aber warum lernen wir wie es brennt? Wir wollen doch Feuer löschen und nicht entzünden!

Richtig. Um aber bei einem Brand richtig handeln zu können müssen wir wissen, was genau passiert wenn es brennt. Einige Jugendliche kennen bereits aus dem Chemieunterricht in der Schule den einen oder anderen Fachbegriff wie zum Beispiel die Inhibition (Löschwirkung von ABC-Pulver) oder was eine Redoxreaktion ist. An diesem Abend gibt es aber für alle viel Neues zu lernen.

Nach dem theoretischen Teil folgte eine Woche später der praktische Teil an der Wache Hohenhausen.

Unter der Leitung von Tino Kütemeier (LG Bentorf) galt es zuerst eine in Brand geratene Person (Übungspuppe) mit einer Löschdecke zu löschen. Nach anfänglicher leichter Zurückhaltung waren die Jugendlichen daraufhin mit „Feuereifer“ dabei und erstickten die Flammen im Nu. Nachdem sowohl Jugendliche als auch die Betreuer die Übungspuppe gerettet hatten, ging es zur zweiten Station.

Beim sogenannten Druckgefäßzerknall wurde gezeigt, wie gefährlich es ist eine Spraydose einer zu großen Hitze auszusetzen. Durch die Hitze dehnt sich das in der Dose befindliche Gas aus, bis das Gefäß plötzlich unter einem ohrenbetäubenden Knall zerberstet.

Im nächsten Abschnitt wurde das richtige Verhalten bei einem Fettbrand dargestellt.

Die richtige Vorgehensweise ist einfach: Einen Deckel auf den Kochtopf setzen und die Flammen dadurch ersticken! Direkt danach wurde gezeigt, welche gefährlichen Auswirkungen es hat, in diesem Fall Wasser als Löschmittel zu verwenden. Durch die große Hitze im Topf verdampft das Wasser schlagartig und reißt brennende Öltropfen mit sich. Dadurch entsteht ein gewaltiger Feuerball, welcher in geschlossenen Räumen verheerende Wirkung hat (s. Bild 1).

Als letzte Station wurde die Handhabung und Anwendung von ABC-Pulverlöschern in der Praxis ausprobiert. In einer Wanne wurde ein Gemisch aus Diesel und Benzin entzündet. Nachdem die Feuerlöscher „scharf“ gemacht wurden, gingen die Jugendlichen und auch die Betreuer nacheinander gegen die Flammen vor (s. Bild 2). Alle zeigten sich beeindruckt von der hervorragenden Löschwirkung, aber auch von der immensen Löschpulverwolke.

Diesen interessanten und lehrreichen Dienstabend ließen alle Beteiligten in geselliger Runde bei einem kühlen Erfrischungsgetränk ausklingen.

Beeindruckende Fettexplosion

 

Anwendung von ABC-Pulver Feuerlöschern

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

   

Jugendfeuerwehr  

DME_Jugendfeuerwehr

   

   

Info  

AnsprechpartnerAnsprechpartner

DownloadsDownloads

   

Beitragsübersicht  

   

Wetteronline

WetterOnline
Das Wetter für
Kalletal
   

Unwetterwarnungen

Keine (Un-)Wetterwarnung in/im Kreis Lippe aktiv.

aktueller Warnlagebericht
   

Blutspendetermine DRK Suche

DRK-Blutspendetermine Logo
Suchen Sie Ihren aktuellen Blutspendetermin in:
 
   
© Freiwillige Feuerwehr Kalletal