Jugendfeuerwehr Kalletal

24 Stunden Übung der Jugendfeuerwehr Kalletal

Details

24 Stunden Übung der Jugendfeuerwehr Kalletal

Am 16.August 2014 war es endlich so weit, die Jugendfeuerwehr Kalletal musste zu ihren ersten 24 Stunden Dienst antreten, einem so genannten Berufsfeuerwehrtag. Innerhalb dieser 24 Stunden sollen die Jugendlichen möglichst realitätsnah durch verschiedene praktische Übungen sowie auch theoretische Lerneinheiten erfahren, wie ein Arbeitstag innerhalb einer Berufsfeuerwehr aussehen könnte. Natürlich steht auch hier das spielerische erlernen, sowie die eigene Sicherheit im Vordergrund aller Aktivitäten.

Bereits einige Monate vorher wurde dieses ganz besondere Ereignis geplant, da hierzu nicht nur die Übungen zu gestalten waren, auch die Versorgung der Jugendlichen und deren Helfer muß zu so einer Veranstaltung gewährleistet sein.

46 Jugendliche, 450 Brötchen, 100 Portionen Gulasch, 250 Bratwürstchen, 20 Liter Kakao sowie 40 Kisten Wasser und weitere Erfrischungsgetränke sind einige Eckdaten, welche auch logistisch verfolgt werden mussten.

Bereits am Freitag Abend wurden hierzu 8 Gruppenzelte durch etwa 20 aktive Kameradinnen und Kameraden auf dem Sportplatz in Bavenhausen aufgebaut.

Aufbau der Gruppenzelte auf dem Sportplatz in Bavrnhausen

Am Samstag startete der lange Tag um 6:00 Uhr mit der Begrüßung der Jugendlichen durch den Gemeindefeuerwehrjugendwart Frank Morscheiser sowie seinen Vertretern Sebastian Thielsch und Jeremias Fröhle.

Begrüßung der Jugendlichen am Samstag Morgen

Hierzu gab es für die Jugendlichen eine ganz besondere Überraschung, welche nicht umgehend von allen wirklich gut aufgefasst wurde. Wie sonst üblich, sollten sie dieses mal nicht mit ihren „Kumpels“ aus der eigenen Gruppe zusammen arbeiten, sondern wurden quer durcheinander gewürfelt und zu neuen Gruppen zusammen gesetzt. Als dann auch noch bekannt gegeben wurde, dass auch ihre eigenen Jugendwarte gar nicht direkt an den kommenden Übungen teil nehmen werden, war doch in einigen Augen kurz etwas Verunsicherung zu erkennen, denn auch Ihre Gruppenführer wurden für diesen Tag durch weitere aktive Kameraden der Feuerwehr gestellt. Es galt also, sich mit zum teil fremden Leuten zusammen zu raufen. Auch die Übernachtung sollte in diesen neu gebildeten Konstellationen erfolgen.

Nach diesem überraschenden Beginn und der Einteilung auf die insgesamt 9 Fahrzeuge, gab es nun endlich für alle ein ausgedehntes Frühstück.

Bereits kurze Zeit später ging es weiter mit einer theoretischen Einheit um die Jugendlichen auf ihren ersten Einsatz des Tages vorzubereiten. Da die Rettung von Menschenleben jederzeit Vorrang hat, wurde zu Beginn entsprechend die Erste Hilfe behandelt. Mit Unterstützung des DRK Lemgo sowie eigenen Ausbildern wurde ihnen ein kurzer Einblick in die erste Hilfe gegeben. Bevorzugt wurden dieses mal der Bodycheck, also die Überprüfung der lebenswichtigen Körperfunktionen, die stabile Seitenlage sowie das achsgerechtes drehen einer bewusstlosen Person aufgezeigt.

Die Erste Hilfe

Direkt im Anschluss ertönte bereits der Alarmgong, welcher die erste praktische Übung des Tages einläutete. Die Vorgabe war hierzu, zwei vermisste Personen im Bentorfer Holz zu finden, welche sich beim Sport verletzt haben. Die Jugendlichen mussten sie im Wald auffinden, erst versorgen und anschließend an den Rettungsdienst des DRK-Lemgo übergeben. Unterstützt wurde diese Übung ebenfalls durch die Personenspürhunde des DRK.

Ankunft des Verbandes im Bentorfer Holz

Nach dem aufregenden Vormittag ging es zurück nach zum „Standort in Bavenhausen“, zur eigentlich verdienten Mittagspause. Doch noch während nicht einmal alle dort angekommen sind, gab es einen weiteren Alarm. Eine Brandmeldeanlage in einem Pflegeheim in Hohenhausen wurde ausgelöst. Zum Glück handelte es sich hierbei um einen Fehlalarm eines Rauchwarnmelders.

Hierzu wurde den Jugendlichen durch Michael Pohlmann die Funktion einer Brandmeldeanlage sowie die dort hinterlegten Laufkarten erläutert. Anhand dieser Laufkarten wurde ihnen anschließend, in diesem für sie unbekannten Gebäude, der Weg zum Rauchmelder gezeigt.

Michael Pohlmann erläutert die Brandmeldeanlage
Der Fahrzeugverband vor dem Gebäude

Und natürlich durften sich die Jugendlichen anschließend erst einmal richtig satt futtern, bevor es nach einer kurzen Erholungsphase gleich weiter ging.

In der folgenden Lerneinheit wurde das Thema „Atemschutz im Brandeinsatz“ behandelt. Hierzu haben einige Jugendwarte bereits im Vorfeld eigene „Atemschutzgeräte“ für die Jugendfeuerwehr gebastelt, welche aus ausgedienten Atemschutzmasken bestehen. Diese wurden so hergerichtet, dass eine normale Atmung ohne Pressluft möglich ist.

Erläuterungen zu den Fahrzeugeinrichtungen

Ergänzend hierzu gab es eine Einweisung der jeweiligen Fahrzeugeinrichtungen. Die selbst gebauten Atemschutzausrüstungen wurde aufgezeigt, angelegt und mit echtem Ausrüstungsmaterial angelegt.

Nun sollte der größte Einsatz des Tages erfolgen.
„Feuerwehr 3, 2 vermisste Personen, Internat Varenholz“ lautete das Einsatzstichwort.

Von Bavenhausen aus ging es daher umgehend im Fahrzeugverband nach Varenholz zum Internat Schloß Varenholz. Dort mussten die Jugendlichen nicht nur eine reale Wasserversorgung auf bauen, sondern auch Zeitgleich in einem durch Kunstrauch verqualmten Raum gelangen, um 2 vermeintlich vermisste Personen aufzufinden.

Einsatzbesprechung vor dem Schulgebäude

Auf dem Weg nach Varenholz, erhielt die zweite Gruppe einen weiteren Einsatz in Erder. Dort galt es einen vermeintlich brennenden Container zu löschen. Die Jugendlichen mussten also 2 Einsätze zeitgleich abarbeiten, welches ihnen jedoch in bester Manier auch gelungen ist. Da der Einsatz in Erder nur von kurzer Dauer war, konnten diese  Anschließend in Varenholz die dortigen Einsatzkräfte unterstützen.

Diese Übung war gegen 17:30 Uhr beendet, es ging zurück nach Bavenhausen um diesen anstrengenden Tag mit dem Abendessen abzuschließen.

Ein Verkehrsunfall in Hohenhausen beendete jedoch schlagartig die Abendruhe. Gegen 19:00 Uhr mussten unsere Jugendlichen erneut nach Hohenhausen ausrücken.

Dort gab es als Höhepunkt eine kurze Alarmfahrt mit Blaulicht und Martinshorn.

Anschließend wurde ihnen an zwei ausgedienten Fahrzeugen aufgezeigt, wie eingeklemmte Personen aus einem verunglücktem Fahrzeug Patientenorientiert, also möglichst schonend befreit werden.

Hierzu wurde den Jugendlichen erläutert, wie ein Fahrzeug vorerst zu sichern ist, sowie folgende Schritte welche nicht nur theoretisch erläutert, sondern auch praktisch an diesen Fahrzeugen aufgezeigt wurden.



Gegen 21:00Uhr gab es nun endlich ein wenig Freizeit zum toben, insofern sie hierzu überhaupt noch Lust hatten.

Am Sonntag um 6:00Uhr wurden die Jugendlichen zu dem nächsten Einsatz aus dem Schlaf gerissen. Ein vermeintlicher Flächenbrand in „Bentorf am Heidegrund“ wurde gemeldet.



Die Kids mussten sich umgehend anziehen und zu den Fahrzeugen eilen. Bereits auf dem Weg nach Bentorf wurde ihnen ihre kommenden Aufgaben mitgeteilt.  
Auch zu diesem Einsatz sollte eine reale Wasserversorgung aufgebaut werden. In diesem Fall jedoch über einen Kilometer weit. Auch diese Problematik konnte durch unsere Jugendfeuerwehr mit ein wenig Unterstützung hervorragend gemeistert werden.

Aufbau der Wasserversorgung

Mit einem zünftigem Frühstück mitten in Wald sollte nun auch die letzte Übung beendet werden, bevor es zurück nach Bavenhausen ging, um die Zelte abzubauen.

Frank Morscheiser bedankte sich bei allen Helferinnen sowie Helfern der aktiven Kameraden, ohne deren Unterstützung dieser Tag nicht möglich gewesen wäre. Ganz besonders zeigt er sich erfreut, dass die Zusammenarbeit, sowie der Zusammenhalt unter den Jugendlichen mehr als Vorbildlich gewesen ist. Hierzu wurde allen Teilnehmerinnen sowie Teilnehmern zum Abschluss eine eigene Urkunde überreicht.

Auch der Bürgermeister Andreas Karger ließ es sich nicht nehmen, diesen Tag einige Stunden zu begleiten. Er zeigte sich hierzu sehr begeistert über die die Lernfähigkeit der Jugendlichen sowie deren Entscheidung, sich für für Menschen in Notsituationen einzusetzen. Hierzu überreichte er bereits gegen Samstag Mittag ein prall gefüllten Umschlag an die Jugendfeuwehr.

Entschuldigen möchte sich unsere Jugendfeuerwehr bei den direkten Anwohnern in Bavenhausen für das erhöhte Verkehrsaufkommen, oder falls es an diesem Tag einfach einmal etwas lauter war als gewohnt.

Gegen Sonntagmittag endete der erste 24 Stunden Tag der Jugendfeuerwehr Kalletal!

{pgslideshow id=31|width=640|height=480|delay=3000|image=L}

Weitere Bilder könnt Ihr auch hier anschauen. Dieses Album wird noch ergänzt.

 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

   

Jugendfeuerwehr  

DME_Jugendfeuerwehr

   

   

Info  

AnsprechpartnerAnsprechpartner

DownloadsDownloads

   

Beitragsübersicht  

   

Wetteronline

WetterOnline
Das Wetter für
Kalletal
   

Unwetterwarnungen

Keine (Un-)Wetterwarnung in/im Kreis Lippe aktiv.

aktueller Warnlagebericht
   

Blutspendetermine DRK Suche

DRK-Blutspendetermine Logo
Suchen Sie Ihren aktuellen Blutspendetermin in:
 
   
© Freiwillige Feuerwehr Kalletal