Entwicklung des Löschwesens

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Entwicklung des Löschwesens und Gründung der Lippischen Landesbrand


Im Jahr 1747 übernahm Graf Simon August die Regierung in Lippe. Er versuchte den Opfern einer Brandkatastrophe beim Wiederaufbau ihrer Häuser zu helfen und gründete 1752 eine Brand-Assecuration-Societät, die erste öffentlich-rechtliche Versicherungsanstalt in Lippe.
Weiterhin war man zu der Erkenntnis gekommen, dass die meisten Brandkatastrophen nicht nur auf das Fehlverhalten der Bevölkerung zurückzuführen waren, sondern auch auf fehlende Löschgeräte, die gegebenenfalls einen Brand im Keim ersticken konnten. In der ersten Hälfte des 18. Jhd. hatte man zwar schon vereinzelt handbetriebene Spritzen angeschafft, diese reichten jedoch bei Weitem nicht aus, um den Brandschutz zu gewährleisten.
Aus diesem Grund und zum Schutz der Brand-Societät erließ Graf Simon August 1756 die ausführliche "Hochgräflich Lippische Feuer-Ordnung für das platte Land". In dieser Verordnung werden die Verantwortlichen auf dem Land unter Strafandrohung aufgefordert, Löschgeräte für den Feuerschutz anzuschaffen. Befolgt wurde die Anordnung wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage auf dem Land nur vereinzelt, obwohl der Wille dazu vorhanden war.
Finanzielle Unterstützung konnte die Regierung Lippes auch nicht leisten. Durch den Ausbruch des Siebenjährigen Krieges (1756 - 1763) musste Lippe, trotz Neutralität, hohe Kriegslasten tragen.
Wegen dieser finanziellen Probleme kam der Aufbau des Löschwesens fast völlig zum Erliegen. Erst ab 1769 erhöhte sich die Zahl der Feuerspritzen in Lippe.
Ab 1791 kam es zu einem deutlichen Aufschwung im Löschwesen, der Landtag in Lippe hatte in diesem Jahr beschlossen, weitere Spritzen auf Kosten der Brandkasse anzuschaffen. Um sich einen Überblick zu schaffen, wurden alle vorhandenen Spritzen erfasst und geschätzt. Städte und Gemeinden, die sich schon Spritzen auf eigene Kosten angeschafft hatten, bekamen den Kaufpreis zurückerstattet. Nach dieser Aufstellung waren in Lippe ca. 34 Spritzen vorhanden, es ist jedoch nicht auszuschließen, dass private oder unbrauchbare Spritzen nicht erfasst wurden.
Weiterhin wurden Standorte für noch anzuschaffende Spritzen ermittelt. Die Anfertigung noch fehlender Spritzen wurden aufgrund eines Vertrages an den Mechanicus Friedrich Striekling in Blomberg vergeben.

Im folgenden Jahr, 1792, wurde in Lippe die erste Spritzenordnung erlassen. Diese enthält Anweisungen über die Instandhaltung und Ausrüstung der Spritzen.

Historisches

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Die Freiwillige Feuerwehr im Kalletal


Nachdem sich die finanziellen Probleme Lippes nach Ende des siebenjährigen Krieges wieder entschärft hatten, konnten Ende der 60er Jahre des 18. Jhd. wieder einige Feuerspritzen angeschafft werden. Für die einzelnen Dörfer auf dem Gebiet des heutigen Kalletals bedeuteten diese Anschaffungen einen enormen Aufschwung im Feuerlöschwesen. Obwohl schon vor diesem Zeitpunkt eine mehr oder weniger organisierte Brandbekämpfung vorhanden war, wurde mit den Anschaffungsdaten dieser Pumpen der Brandschutz in den einzelnen Dörfern erstmals aktenkundig. Für folgende Dörfer auf dem Gebiet des Kalletals wurden am 26.03.1769 Feuerspritzen aus Rinteln abgeholt: Varenholz, Lüdenhausen, Talle, Langenholzhausen und Hohenhausen.

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